2. Bundesliga-Nord: Der letzte Vorhang fällt leise
cg - Der LTTC „Rot-Weiß" beendet die Saison der 2. Bundesliga Nord mit einem klaren 8:1 gegen den Bremer TC von 1912 – und ahnt an diesem Nachmittag noch nicht, dass Berlin im kommenden Jahr gleich vierfach in dieser Liga vertreten sein wird.
Um den Klassenerhalt musste an diesem Sonntag an der Hundekehle niemand mehr zittern. Den hatte sich der LTTC „Rot-Weiß" zwei Tage zuvor mit einem 9:0 gegen den TC GW Nikolassee bereits gesichert. Und doch spielte die Mannschaft, als ginge es um alles. Schnell, konzentriert, ohne die zermürbenden Match-Tie-Breaks, die ihr in dieser Saison so oft die Nerven und am Ende auch Punkte gekostet hatten.
Wie wenig Druck an diesem Nachmittag noch lastete, sah man auch beim Gegner. Der Bremer TC von 1912 war bereits sportlich abgestiegen, reiste entsprechend befreit an. Für die Berliner bedeutete das freie Bahn, und die nutzten sie von der ersten Minute an. Gabi Adrian Boitan brauchte kaum eine Stunde, um seinem Gegner mit 6:1 und 6:0 keine Chance zu lassen, und durfte als Erster früh unter die Dusche. Es war der Auftakt zu einem Tag, an dem an der Hundekehle fast alles nach Plan lief.
Matchball verwandelt, Klasse gehalten
cg - Mit einem ungefährdeten 9:0 gegen den TC GW Nikolassee sichert sich der LTTC „Rot-Weiß“ vorzeitig den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Nord der Herren
Es gibt Spieltage, an denen jeder Punkt mühsam erkämpft werden muss. Und es gibt Nachmittage, an denen eine Mannschaft vom ersten Aufschlag an klarmacht, dass sie heute keine Umwege nehmen möchte. Der vorletzte Spieltag der 2. Bundesliga Nord der Herren an der Hundekehle war ganz eindeutig Letzteres. Im kleinen Berlin-Derby gegen den TC GW Nikolassee ging es für den LTTC „Rot-Weiß“ um mehr als zwei Punkte. Es ging um den Klassenerhalt – und den wollte sich niemand erst am letzten Spieltag verdienen müssen.
Die Ausgangslage hätte unterschiedlicher kaum sein können. Die Gäste aus Zehlendorf reisten mit einem gesicherten fünften Tabellenplatz an, ohne echten Druck im Gepäck. Der LTTC dagegen brauchte dringend etwas Zählbares, um den Klassenerhalt schon vor dem letzten Spieltag festzuzurren. Wer vor Spielbeginn einen Blick auf die beiden Aufstellungen warf, konnte bereits ahnen, wie unterschiedlich beide Teams in diesen Nachmittag gingen.
Die letzten beiden Spieltage werden zur Bewährungsprobe
cg - Manchmal erzählt schon die Mannschaftsaufstellung die Geschichte eines Spieltags. So war es auch am siebten Spieltag der 2. Bundesliga Nord der Herren. Nach der Begegnung beim Tabellenführer Rochusclub blieb das Team des LTTC „Rot-Weiß“ zunächst in Nordrhein-Westfalen und machte sich von Düsseldorf auf den rund 80 Kilometer langen Weg nach Aachen. Dort wartete das letzte Auswärtsspiel der Saison, bevor am kommenden Wochenende an der Hundekehle die entscheidenden Begegnungen um den Klassenerhalt anstehen.
Die Berliner gingen die Aufgabe mit Bedacht an. Um Kräfte und Ressourcen für die beiden verbleibenden Heimspiele zu schonen, trat „Rot-Weiß“ mit einer veränderten Besetzung an. Für einige Spieler aus den hinteren Positionen der Meldeliste bot sich damit die Gelegenheit, erstmals Bundesliga-Luft zu schnuppern und Erfahrungen auf höchstem nationalen Niveau zu sammeln. Dass die Favoritenrolle klar bei den Gastgebern lag, war bereits vor dem ersten Ballwechsel kein Geheimnis. Dennoch hatte sich wohl niemand vorgestellt, am Ende ohne einen einzigen Matchpunkt die Heimreise antreten zu müssen.
Mehr drin beim Spitzenreiter
cg - Düsseldorf an einem Freitagnachmittag im Hochsommer. 28 Grad, Sonne, ein leichter Wind und auf der anderen Seite des Netzes ausgerechnet jene Mannschaft, die in dieser Saison bislang noch niemand bezwingen konnte. Man hätte sich für den sechsten Spieltag der 2. Bundesliga Nord sicherlich eine gemütlichere Aufgabe aussuchen können. Aber Bundesliga ist eben kein Wunschkonzert, und so führte der Spielplan den LTTC „Rot-Weiß“ zum Rochusclub, dem Absteiger aus der 1. Bundesliga, aktuellen Tabellenführer und ziemlich deutlichen Anwärter darauf, den Aufenthalt im Unterhaus möglichst auf ein einziges Jahr zu begrenzen.
Dass die Berliner angesichts dieser Ausgangslage nicht sämtliche Goldstückchen in die Waagschale warfen, gehörte zur vernünftigen Planung dieses langen Bundesliga-Wochenendes. Schließlich wartet bereits am Sonntag die nächste Begegnung in Aachen. Mit Robert Strombachs, Oleksii Krutykh, Artem Lyapshin, Nino Ehrenschneider, Oriol Roca-Batalla und Timo Stodder sowie Team-Kapitän Timo Taplick war die Reisegruppe diesmal etwas anders zusammengesetzt als zuletzt, aber keineswegs nach dem Motto: hinfahren, Hände schütteln, Punkte abgeben und weiter. Im bett1 Sprinter und mit dem leistungsstarken Porsche der Porsche Zentren Berlin ging es Richtung Düsseldorf. Kleineres Besteck vielleicht, aber ganz sicher keine weiße Fahne im Gepäck.
Krefelder Fanpower trifft Berliner Kampfgeist
cg - Pünktlich um 11:00 Uhr war die Hundekehle bereit für den fünften Spieltag der 2. Bundesliga Nord. Nur bei der Verteilung der Zuschauer hätte man zunächst meinen können, der HTC Blau-Weiß Krefeld hätte vorsichtshalber einen Reisebus mehr nach Berlin geschickt. Während sich die Reihen der heimischen Fans erst langsam füllten, waren die Gäste aus Nordrhein-Westfalen längst akustisch angekommen. „Blau-Weiß, Krefeld“ hallte über die Anlage, anfangs kräftig, später sehr kräftig und bei wichtigen Punkten in einer Lautstärke, die selbst auf den hinteren Plätzen kaum zu überhören war.
Wer Bundesliga-Tennis in Krefeld kennt, dürfte davon wenig überrascht gewesen sein. Der HTC Blau-Weiß gehört zu den Gründungsmitgliedern der Tennis-Bundesliga, und seine Fans tragen diese Tradition mit bemerkenswerter Leidenschaft. Sie reisen mit, sie fiebern mit und sie machen aus einem Auswärtsspiel gern ein kleines Heimspiel. Genau diese Stimmung sollte an diesem Sonntag noch eine wichtige Rolle spielen.
Berlin-Derby in der 2. Bundesliga Nord: Ein Tennisfest mit dem besseren Ende für Blau-Weiss
cg - Es gibt Spieltage, die bleiben in Erinnerung, ganz gleich, wie sie ausgehen. Dieser vierte Spieltag der 2. Bundesliga Nord gehörte dazu. Nur wenige Straßenzüge trennen den LTTC „Rot-Weiß“ und den TC 1899 Blau-Weiss voneinander. Man kennt sich seit vielen Jahren, begegnet sich mit großem Respekt und pflegt eine freundschaftliche Verbindung. Für ein paar Stunden trat all das jedoch in den Hintergrund. Es war Derbyzeit.
Schon lange vor dem ersten Aufschlag lag eine besondere Stimmung über der Anlage in der Waldmeisterstraße. Rund 650 Zuschauer verwandelten das Vereinsgelände in einen Treffpunkt der Berliner Tennisszene. Überall wurden Hände geschüttelt, alte Weggefährten begrüßt, gefachsimpelt und gelacht. Und mittendrin sechs Einzel, die von Beginn an zeigten, weshalb die 2. Bundesliga derzeit zu den attraktivsten Ligen des deutschen Tennissports gehört.

















