GESCHÄFTSSTELLE:
Tel.: 030 - 895 755 0

werktags zwischen 10:00 bis 14:00 Uhr

Blog

Steffi-Graf-Stadion

Der ehemalige Center Court A hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Baustufen erlebt, bei denen für die temporär für Turnierspiele erforderliche Erhöhung der Anzahl von Zuschauerplätzen - ca. 4000-5000 Sitze - unterschiedliche Lösungen erprobt wurden. Für die Austragung der "German Open 1996", der Internationalen Deutschen Damen-Tennismeisterschaft, erhöhten sich die Forderungen vom Deutschen Tennisbund und der WTA  jedoch auf die Bereitstellung einer Zuschauerkapazität von 7000 Plätzen, die nicht mehr mit temporären Tribünenkonstruktionen gestellt werden konnten. Bei der Planung einer Baulösung waren Rücksichten auf die empfindliche Umwelt am Hundekehlesee zu nehmen und für die fehlende Grundstücksgröße einen "luftiger" Ausweg zu finden. Das "Rot-Weiß" Tennisclubmitglied Prof. Herms hat dafür eine variable Lösung entwickelt, bei welcher mit Hilfe von Klapp- und teleskopierbaren Tribünenbereichen die für den Zeitraum einer Woche benötigte Zuschauerzahl von 7000 erreicht wird, während im Normalbetrieb 4000 Plätze verfügbar sind.

Aus der Baubeschreibung: Der Entwurf übernimmt die vor Ort gegebene U- förmige Ausrichtung der Tribünenflächen, die. das Spielfeld einfassend, eine einmalige Blicköffnung zum Hundekehlesee gewährt. Diese Gegebenheit des Ortes kann als bautypologisches Versprechen in cer Tradition klassischer Theateranlagen erfahren werden. Durch diesen Seitenblick gestützt entwickelt der Entwurf eine die Erdmulde abschließend Überformende Kopftribüne auf segmentförmigem Grundriß mit teilweise sich überlagernden Sitzflächen. Die Kopftribüne bildet in ihren dominanten Bauteilen einen eröffnenden Portikus. der einerseits den .DurchWeg zwischen den Eingängen (Gottfried-von-Cramm-Weg und Uferweg zum Hundekehlensee/ Auerbach-Tunnel) im westlichen Randbereich der Tennisanlage begleitet, andererseits aber auch ihre optische Begrenzung im Zusammenspiel mit dem Tribünenhaus von Center Court B gegen die 5 m hohe Bahndammfront verwirklicht. Während die Seitentribünen bedingt durch ihre vom "Durch-Weg" abliegende Ausrichtung in ihren Unterkonstruktionen nur Raumkörper für die Unterbringung der teleskopierbaren Tribünen und ihre Tragkonstruktionen ausbilden (mit Ausnahme des zum abfallenden Uferweg freiliegenden ArkadenUmgangs zur Westseite). fällt dem Kopfbau die Aufgabe zu, Über und unter Eingangsniveau gelegen, die zur Durchführung des Turniers benötigten Räume auszubilden. Diese werden jedoch nach ihrer wettkampfbezogenen, begrenzt programmatischen Beanspruchung, durch flexible Vorgaben den normalen Clubbedürfnissen zugerüstet.

Hervorzuheben ist die in der EG-Ebene liegende berühmte Tennisbibliothek, die unter der Leitung des verstorbenen "Rot-Weiß"-Mitglieds Ernst Otto in den letzten Jahrzehnten zusammengetragen wurde. Das eingebaute 2-geschossige Tribünenhaus mit den Verwaltungs-und Konferenzräumen des LTTC "Rot-Weiß"  gewährt in den Räumen des ersten Obergeschosses einen Überblick über die beiden Spielfelder von Center Court A und Center Court B.

Nur nebenbei sei erwähnt, dass dem Center-A-Court-Stadion im Jahre 2003 der "IOC/IAKS Award" in der Kategorie "Sports facilities for international events" zuerkannt wurde.

  • bett1 logo wei H60
  • kundler 01
  • DB 01
  • head 01
  • os 01

  • engelundvoelkers 01
  • sobkowski 01
  • zimmermann 01
  • orthozentrum26 01
kundler 01    DB 01       head 01   os 01
             
    engelundvoelkers 01       sobkowski 01 
             
  zimmermann 01   orthozentrum26 01   bett1 logo wei H60