Berlin-Derby mit Hochspannung: "Rot-Weiß" kämpft – SCC jubelt

cg - Es war angerichtet. Ein Berlin-Derby wie es im Buche steht: Zwei Teams, ein Ziel, ein Ort, an dem Tennis gelebt wird. Die 1. Herren des LTTC „Rot-Weiß“ empfingen im vorletzten Heimspiel der Saison den TC SCC Berlin – und beide Teams standen vor Beginn des Spieltags an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga Nord. Viel mehr Spitzenspiel geht nicht. Dass das Wetter mitspielte, war beinahe Nebensache. Denn was auf den Courts an der Hundekehle folgen sollte, war eine Mischung aus mentalem Ausdauerlauf, spielerischer Hochkunst und der ungebremsten Kraft eines innerstädtischen Duells, das kein Platz für Mittelmaß lässt.

Den Auftakt machte Robert Strombach gegen Nikolas Sanchez Izquierdo – und wie. Druckvoll, aggressiv, mutig. Der erste Satz ging verdient mit 6:3 an den „Rot-Weißen“. Doch der Spanier vom SCC wehrte sich, stellte um, wurde variabler und holte sich den zweiten Durchgang. Im Match-Tie-Break dann ein Nervenkrimi, der erst mit einem lauten Urschrei endete: 10:7 für Strombach – Matchpunkt für den LTTC. Alvaro Lopez San Martin lieferte sich zeitgleich ein intensives Duell mit Imanol Lopez Morillo. Ein spanisches Aufeinandertreffen mit allem, was dazu gehört: Leidenschaft, lange Ballwechsel, laute „Vamos!“-Rufe. Lopez San Martin holte den ersten Satz mit 6:3, verlor aber im zweiten Satz den Rhythmus – Tie-Break, Satzverlust, Entscheidung im dritten. Auch hier war es ein enger Ritt, am Ende mit dem besseren Ende für Lopez Morillo. Ausgleich.

Euphorie auf der SCC-Bank dann bei Markus Malaszszak, der zunächst wie entfesselt spielte und Ehrenschneider den ersten Satz abnahm. Doch der konterte stark, erzwang den dritten Satz. Was dann folgte, war nichts für schwache Nerven: Matchbälle auf beiden Seiten, eine Stimmung wie im Davis Cup – und der SCC-Mann war es, der am Ende die Arme hochreißen durfte. Zwischenstand nach drei Einzeln: 1:2.

In Runde zwei der Einzel gab es dann schnell die nächste kalte Dusche für den LTTC. Timo Stodder kämpfte, versuchte alles, doch Benito Sanchez Martinez hatte heute schlicht zu viele Antworten auf jede Frage. 5:7, 3:6 – Punkt für den SCC. Ähnlich bitter verlief das Match von Oriol Roca-Batalla gegen Daniel Masur. Zwar begann der Spanier stark, doch Masur drehte auf, agierte druckvoll und ließ Roca-Batalla kaum mehr ins Spiel zurück. Punkt Nummer vier für den TC SCC.

Ein kleines Hoffnungsschimmerlein entflammte dann doch noch: Mili Poljicak gegen Antoine Escoffier. Ein echtes Spektakel, ein Match, das mit der Stimmung auf der Anlage spielte. Poljicak verlor den ersten Satz, kämpfte sich zurück, gewann den zweiten, und im Match-Tie-Break zog er mit 10:6 davon. Der zweite Matchpunkt für „Rot-Weiß“ – und damit ein 2:4-Zwischenstand vor den Doppeln.

Während sich die Zuschauer eine Pizza gönnten oder beim Grillstand mit kühlem Getränk auftankten, schwirrten schon die taktischen Aufstellungen durch die Köpfe der Coaches. Wer sollte mit wem, gegen wen – und wie viele Matchpunkte waren realistisch? Der SCC brauchte einen Doppelsieg zum Gesamterfolg, der LTTC wollte alles gewinnen.

Die Doppel begannen. Schwarz gegen Weiß, SCC gegen LTTC. Die Farben waren klar verteilt. Roca-Batalla/Lopez San Martin zeigten Nervenstärke und gewannen ihr Match im dritten Satz mit 10:8. Poljicak/Ehrenschneider lieferten sich ein packendes Duell gegen Escoffier/Sanchez Izquierdo, gingen über die volle Distanz – und gewannen mit 3:6, 7:6(4), 10:6. Doch in der Mitte: Strombach/Stodder gegen Masur/Sanchez Martinez – ein Match, das der SCC mit 6:4, 6:4 für sich entschied. Damit war der Gesamtsieg perfekt.

Am Ende hieß es 5:4 für den TC SCC Berlin, der sich damit die Tabellenführung zurückholt. Doch was bleibt, ist nicht nur ein Spielstand. Es war ein Spieltag, der zeigte, wie viel Herz, Emotion und Leidenschaft in diesem Berliner Duell steckt. Beide Teams lieferten, kämpften, feuerten an – und begeisterten ein Publikum, das sich nach einem solchen Tennisfest die Kalender für die verbleibenden Matches rot anstreichen sollte.

Denn: Schon am Freitag, dem 8. August ab 13:00 Uhr, geht es weiter. Heimspiel gegen den Oldenburger TeV. Und dann am Sonntag zum Saisonabschluss das Stadtduell bei Grün-Weiß Nikolassee. Zwei Spieltage, eine Stadt, vier Clubs – und noch viele offene Fragen, wer am Ende ganz oben steht. Berlin, mach dich bereit.

BER 25 CB Logo


WELTKLASSE TENNIS AUF WIMBLEDON RASEN
VOM 13. BIS 21. JUNI 2026

Platzreservierung

Ihre Platzreservierungen für den Sommer und Winter können Sie bequem über unser Online-Buchungsportal vornehmen.

bett1 Tennis-Camps

Für Online-Buchungen unserer bett1 Tennis-Camps können Sie den nachfolgenden Link nutzen.

Fitness-Angebote

Zur Teilnahme an unseren Fitness-Angeboten können Sie unser Online-Buchungssystem mit nachfolgendem Link nutzen.

Kontakt LTTC "Rot-Weiß"

LTTC "Rot-Weiß" e.V.
Gottfried-von-Cramm-Weg 47-55
14193 Berlin

Tel.: 030 - 895 755 0
info@rot-weiss-berlin.de
Mo.-Fr.: 10:00 - 14:00 Uhr

Platzreservierung im Sommer:
Tel.: 030 - 895 755 30
Mo. - Fr. 15:00 bis 19:00 Uhr
Wochenende und Feiertage 9:00 bis 19:00 Uhr

Kontakt Tennisschule

LTTC "Rot-Weiß" e.V.
Gottfried-von-Cramm-Weg 47-55
14193 Berlin

Tel.: 030 - 895 755 12
tennisschule@rot-weiss-berlin.org

Kontakt Club-Gastronomie

Grand Slam - Club-Gastronomie
Gottfried-von-Cramm-Weg 47-55
14193 Berlin
daniel@grandslam.berlin

Mobil: 01788727392
Instagram grandslam.berlin

Öffnungszeiten
vorrübergehend geschlossen
Mo.: Ruhetag
Di. bis Fr.: 10:00 – 23:00 Uhr
Sa. & So.: 10:00 – 21:00 Uhr